03.06.2018 Kategorie: Presse

Excellence Award für Wuppertaler Wissenschaftler

Der Wuppertaler Wissenschaftler Dr.-Ing. Benjamin Schröder hat den Excellence Award der vfdb 2018 erhalten. Der Präsident der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb), Dirk Aschenbrenner, überreichte die Auszeichnung im Namen der Stiftung SafeInno während der 65. vfdb-Jahresfachtagung in Duisburg. Dr. Schröder bekam die Auszeichnung in Anerkennung seiner besonderen wissenschaftlichen Leistung bei seiner Dissertation zu einem Brandschutzthema.

„Dr.-Ing. Schröder hat mit seiner Dissertation einen grundlegenden Beitrag im Kontext der leistungsbezogenen Nachweisverfahren in der Brandschutzplanung geleistet“, sagte Dirk Aschenbrenner in seiner Laudatio. „2017 wurde Herr Schröder an der Bergischen Universität Wuppertal zum Thema ‚Multivariate Methods for Life Safety Analysis in Case of Fire’ mit besonderer Auszeichnung zum Dr.-Ing. promoviert.“

Weiter heißt es in der Laudatio wörtlich:

„Leistungsbezogene Nachweisverfahren bereichern die moderne Brandschutzplanung. Auch in Deutschland wird die Etablierung dieser Nachweisverfahren seit vielen Jahren vorangetrieben. Hinsichtlich der Anwendung gibt es jedoch auch Vorbehalte, die sich auf die Unsicherheiten, die mit solchen Nachweisen einhergehen beziehen. Der Umgang mit diesen Unsicherheiten ist der Ausgangspunkt der vorgelegten Arbeit, in der die Personensicherheit im Brandfall am Beispiel einer unterirdischen Personenverkehrsanlage mit mehreren Ebenen numerisch untersucht wird.

Zum einen wird die Komplexität der mittlerweile verwendeten Brand- und Personenstromsimulationsmodelle besser ausgenutzt, indem der Abgleich in ausgedehnten Betrachtungsgebieten auf Karten dargestellt wird. Zum anderen kann mit Hilfe der Karten eine gegebenenfalls negative Differenz aus ASET und RSET quantifiziert und zugleich lokalisiert werden. Aus diesen Informationen kann ein skalares Maß für die Konsequenzen bzw. das Schadensausmaß einer Szenarienkombination berechnet werden. Damit unterstützt die vorgelegte Arbeit den methodischen Anspruch des Brandschutzingenieurwesens, maßgebliche Szenarien mit ingenieurmäßigen Annahmen festzulegen und hieraus letztlich die Bemessungsszenarien zu ermitteln.

Die Arbeit von Herrn Schröder stellt ohne Frage eine besondere wissenschaftliche Leistung auf dem Gebiet der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr dar.“

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