16.11.2014

Das Referat 8 der vfdb informiert: 9 l –Atemluftflaschen für die Feuerwehr

Im Zuge der Fortentwicklung von Atemschutzgeräten sind vor geraumer Zeit 9 l –Atemluftflaschen auf den Markt gebracht worden.

Das Referat 8 der vfdb hat dieses zum Anlass genommen, die Handhabung und Nutzung dieser Flaschen im Feuerwehrdienst zu betrachten. Dazu wurden 9 l-Flaschen im Umlaufverfahren verschiedenen Feuerwehren und Landesfeuerwehrschulen zur Verfügung gestellt. Die Untersuchungen bezogen sich auf die Wartung, Instandhaltung, Verlastung und Nutzung im Einsatzfall.

 

Als Ergebnis dieser Untersuchungen kann festgehalten werden, dass eine Nutzung von 9 l-Flaschen im Feuerwehrdienst grundsätzlich möglich ist und Sicherheitsbedenken nicht bestehen.

 

Allerdings traten aufgrund der Baumaße Schwierigkeiten bei der Verlastung auf Feuerwehrfahrzeugen und in Verbindung mit bestehenden Logistiksystemen auf.

 

Der zusätzliche Atemluftvorrat im Vergleich zu kleineren Flaschen ist hinsichtlich der taktischen Bedeutung zu beurteilen. Auf der einen Seite ergeben sich Atemluftreserven z.B. bei der Nutzung von Zweitanschlüssen; auf der anderen Seite können aber auch erhöhte physiologische Beanspruchung für den Nutzer aufgrund der längeren Tragezeiten auftreten.

 

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass das Referat 8 aufgrund der Erfahrungsberichte eine Nutzung von 9 l Atemluftflaschen im Feuerwehrdienst nicht ausschließt, möchte jedoch nicht zuletzt zur Wahrung einer einheitlichen Atemschutzausstattung die Verwendung von 9 l Flaschen nicht empfehlen.

 

Auf die Notwendigkeit zur Prüfung der Kompatibilität mit anderen Teilen der PSA (z.B. Helm) sowie die eingeschränkte Austauschbarkeit von Druckgasflaschen wird hingewiesen.

 

Bochum 11-2014